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Reserve feiert Sieg im 6-Punkte-Spiel

TuS Voßwinkel II – SSV Küntrop II 5:0

Am gestrigen Sonntag konnte die Reserve einen enorm wichtigen Dreier im Abstiegskampf einfahren. Trainer Schweda hatte die Qual der Wahl, denn fast alle Spieler der Zweiten hatten sich fit gemeldet und dazu kamen auch einige Akteure zum Kader, die etatmäßig in der 1. Mannschaft zum Einsatz kommen. Klein – Benthien, Schröder, Keßler, Gomes – Mika, D. Panick, Siepmann, Prost – T. Schweda, Schmitz durften sich dann kurz vor Spielbeginn ein Trikot überstreifen und sollten dafür sorgen, dass die Punkte im Waldstadion bleiben.

Der Rest des Kaders saß draußen und unterstützte. Sehr schön zu sehen, dass das gemeinsame Frühstück das Team wieder eng zusammengeschweißt hat und weit mehr als nur die 11 auf dem Platz zur Mannschaft gehören und den Klassenerhalt wollen. Schiri Brink – der heute einen ruhigen Arbeitstag hatte – gab dann mit wenigen Minuten Verspätung den Ball frei und TuS II zeigte sofort, dass die Mannschaft sich einiges vorgenommen hatte. Küntrop versuchte mit langen Bällen die Doppelspitze zu finden, was aber zu Beginn immer schon im Ansatz verhindert werden konnte.

Währenddessen hatte die TuS Reserve einige gute Einschussmöglichkeiten, wobei Schmitz die beste Gelegenheit vergab und ein Tor von Benthien aufgrund einer möglichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Ohne Assistent sicher schwer zu sehen, aber durchaus diskussionswürdig. Siepmann jagte einen Freistoß drüber, Mika scheiterte vor dem Tor und Schmitz hatte Pech an den Socken. So blieb es zunächst beim 0:0 und auf der Gegenseite hätte es dann nach einem Standard fast geklingelt. Da wäre Klein auch nicht mehr rangekommen, der Schuss strich aber – noch leicht abgefälscht  – am Tor vorbei.

Dies war dann der „Hallo wach“ Weckruf und nur kurz danach war es endlich soweit. Siepmann wurde auf dem linken Flügel bedient, brachte den Ball nach innen und dort hatte der SSV Goalgetter und Fettgondel Schweda vergessen, der – wenige Minuten vor der Pause – schulbuchmäßig einköpfte. Mit dem 1:0 ging es dann auch in die Kabine. Dort blieb dann Gomes und wurde von Kuhfeldt ersetzt. Der SSV kam schwungvoll aus den Katakomben und teilweise stimmte die Defensivarbeit des TuS nicht, sodass sich fast Chancen entwickelt hätten. Der TuS blieb aber immer gefährlicher und besonders Mika und wieder Schmitz, hätten die Führung ausbauen müssen. Dies war dann wieder Schweda vergönnt. Einen Freistoß aus zentraler Position schnibbelte er über die Mauer ins Eck. Technisch hochwertig, aber gut, der hat ja auch mal höher gespielt.

Damit war der Bann etwas gebrochen und spätestens als Klein einen indirekten Freistoß im Strafraum parieren konnte, stand die 0 bombenfest. In der 75. Minute fiel dann die Vorentscheidung mit dem vielleicht besten Spielzug des Tages. Kuhfeldt und Keßler eroberten den Ball an der Außenlinie, der eingewechselte Pavel schickte den heute sehr agilen Prost auf die Reise, dieser zog in den 16er, spielte zurück und der herangerauschte Daniel Panick vollendete mit seinem starken linken Fuß. Muss man sich vorstellen, kann sich kein Mensch vorstellen.

Damit war der Drops gelutscht und der Widerstand des SSV gebrochen. Schmitz gelang endlich sein Tor und nach einem Keßler Freistoß bediente er dann in der Nachspielzeit Mika, der für den 5:0 Endstand sorgte. Somit hatten die beiden dann auch noch ihre langersehnten Treffer, der TuS die drei Punkte und die Verteidigung konnte die gehaltene 0 bejubeln.

Ein hochverdienter und eminent wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Aber: Dieser drei Punkte Vorsprung ist noch lange nicht sicher und in den verbleibenden sieben Spielen kann noch einiges passieren. Deshalb wäre es sehr wichtig, wenn nächste Woche auswärts endlich mal wieder was Zählbares geholt werden könnte. Einfach wird das gegen die SG Balve Garbeck sicher nicht. Unterstützung ist deshalb sehr Willkommen.                                     MKe

Stimmen zum Spiel:

Thomas Schweda: Wir sind heute als Mannschaft aufgetreten und haben hochverdient gewonnen. Das war das Wichtigste. Meine beiden Treffer freuen mich natürlich und besonders der Freistoß war absolute Weltklasse. Da kann ich mich gar nicht genug für loben. Und auch sonst, was war das bitte für ein TuS Tag?! Zweite gewinnt, Erste gewinnt, Dritte gewinnt, die Sonne scheint, die Wurst schmeckt. Mehr geht nicht.

Matthias Schröder: Fliege weiß, dass er auf mich zählen kann. Ich stehe der Mannschaft immer gerne zur Verfügung und heute wars wieder sehr gut. Gleich noch schnell ne Lasche für Fliege und ich bin zufrieden.

Maximilian Keßler: Ich freue mich einfach sehr über das „zu Null“ und die drei Punkte. Wichtig war heute die Leidenschaft und der Kampfgeist, was uns leider in einigen Spielen diese Saison gefehlt hat. Sobald wir als Mannschaft agieren und jeder für den Anderen kämpft, haben wir das Potential die Klasse zu halten. Wenn wir an die heutige Leistung anknüpfen werden wir noch einige Punkte holen.

Daniel Panick: Ich wusste immer, dass ganz tief in mir drin ein Torjäger steckt. Das Tor überrascht mich deshalb auch nicht, ich stehe halt da wo ein Torjäger stehen muss.