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Nichtabstieg gesichert! Füchse bleiben in der 10. Liga!

TuS Voßwinkel II – TuS Oeventrop II 6:0

Bereits am vergangenen Freitag empfing die TuS Reserve die zweite Mannschaft aus Oeventrop. Nur Spötter würden behaupten, dass dieses Spiel aufgrund des Jungschützenfestes auf den Freitag verlegt wurde. Dabei diente die Verlegung einzig und allein einer noch besseren Vorbereitung auf den TuS Tag am nächsten Donnerstag.

Der letztjährige C-Liga Meister aus Oeventrop stand bereits als sicherer Absteiger fest, aber für die Füchse war das Spiel von enormer Bedeutung. Ein Sieg hätte dafür gesorgt, dass mindestens ein Entscheidungsspiel gegen Küntrop sicher ist und da die Küntroper auch noch gegen Rumbeck antreten mussten, durfte man sich Hoffnungen auf den sicheren Klassenerhalt machen. Doch bevor man nach Küntrop schaut, mussten die eigenen Hausaufgaben erledigt werden.

Trainer Schweda hatte wieder die Qual der Wahl und entschied sich am Ende für einen 18-Mann Kader in folgender Besetzung: Kaiser – Benthien, Knoche, Schröder, Gomes – Kampschulte, P. Schweda, Siepmann, Kuhfeldt – Schweda, Keute. Die gut besetzte Bank bildeten Klein, Keßler, M. & E. Hauschulte, Figgen, Becker und J. Kauke. Von Beginn an waren die Füchse das aktivere Team und hätten bereits nach wenigen Minuten mit 2:0 führen können. Die Latte und Torhüter Müller hatten aber was dagegen und so mussten die wenigen Zuschauer und die durchnässten Ersatzspieler bis zur 14. Minute warten, ehe der Bann gebrochen war. Wunderbar freigespielt, tauchte Silvio Kampschulte vor dem Tor auf, scheiterte zunächst am Torwart, konnte aber dann den Nachschuss im Netz unterbringen. Nur Sekunden später wurde der agile Gomes von Knoche freigespielt und bediente wieder Kampschulte, der am zweiten Pfosten vollendete.

Der TuS feierte den Torschützen; Raphael Knoche sich und seinen Pass. Und tatsächlich, die Packing Quote wird überragend gewesen sein, der Ball durchschnitt die Verteidigung wie ein heißes Messer die Butter. Und indem ich diese Zeilen schreibe, werde ich um einige Euros reicher. Gerne Raphi.

TuS II hatte die Partie zu jeder Zeit unter Kontrolle, Schröder hatte sogar die Luft bei Standards aufzurücken und mit etwas mehr Glück, wäre auch der Ball von Gomes knapp unter der Latte im Tor gelandet. Die einzige nennenswerte Chance für Oeventrop hatte Büenfeld, der einen Freistoß aufs Tor knallte, seinen Meister aber in Kaiser fand, der sehenswert abhob und den Ball über die Latte lenkte. Für die Vorentscheidung sorgte dann Thomas Schweda noch vor der Pause. Hatte er schon fast mit einem Kopfstoß Erfolg gehabt, waren er und Keute nach einem Fehlpass der Oeventroper alleine durch und Keute bediente den scheidenden Spielertrainer uneigennützig, sodass dieser nur noch einschieben musste. 3:0 TuS!

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie und Oeventrop war plötzlich drin im Spiel. Wirklich gefährlich wurde es aber nur selten. Beim TuS kam dann Keßler für Knoche in die Partie und kurz danach ersetzte Kauke Kuhfeldt. Das brachte Schwung und mit seiner ersten Aktion bereitete Kauke die Entscheidung vor. Seine Hereingabe verwertete Keute und damit war das Spiel durch. Oeventrop ließ austrudeln und der TuS war darauf bedacht die Null zu halten. Kauke empfahl sich derweil für das Spiel am Donnerstag und hatte einige gute Aktionen. Maik Figgen bekam ebenfalls Einsatzzeit und erzielte kurz vor Schluss noch sein erstes Pflichtspieltor für TuS II. Goldrichtig stand er vor dem Tor und konnte aus kurzer Distanz zum 6:0 einnetzen. Zuvor hatte Thomas Schweda eine Gomes Flanke mit schulbuchmäßigem Kopfball zum 5:0 verwertet. Damit war der TuS Voßwinkel nun sechs Punkte vor Küntrop und zwei Tage später hatten wir um kurz nach 13 Uhr Gewissheit: TuS II bleibt 10. Ligist!

Der TuS Rumbeck hatte mit einem 4:1 in Küntrop Schützenhilfe geleistet und so kann die TuS Reserve für die nächste Saison als B-Ligist planen und sich voll auf Donnerstag und das Pokalfinale konzentrieren. Dabei wird es zu personellen Wechseln kommen, wie die dann genau aussehen wird sich nach dem Abschlusstraining zeigen. Zunächst mal heißt es jedoch Durchatmen und sich über den Klassenerhalt freuen. Die Saison war nicht einfach, manches Mal wurde mit dem Schicksal und unglücklichen Ergebnissen gehadert, aber am Ende ist der Nichtabstieg verdient. Der 14. Platz ist den Füchsen nicht mehr zu nehmen und es wäre ja auch mit dem Teufel zugegangen, wenn man – trotz halb so vieler Gegentore wie Küntrop – am Ende abgestiegen wäre. Nichtabstieg und Pokalfinale, man kann zufrieden sein in Voßwinkel, aber der Pokal lockt natürlich und es wäre doch zu schön, wenn man das Ding holen könnte.

Auf den Termin hingewiesen wurde oft genug, dennoch noch einmal die Bitte: Kommt am Donnerstag auf das Sportgelände „Große Wiese“ und unterstützt die drei TuS Mannschaften. Auf das wir mit mehr Pokalen nach Hause fahren, als wir gekommen sind. TuS auf drei. Eins, zwei, drei… TuS!                                   MKe

 

Stimmen zum Spiel:

Silvio Kampschulte: Die zwei Tore sind Wahnsinn. Dabei stand ja gar nicht fest, ob ich überhaupt spielen kann. Kurz nach dem Aufstehen hatte ich so ein komisches Gefühl am Arm, gucke dahin und was muss ich sehen!? Einen richtig fetten Mückenstich! Aber ich dachte mir, komm Silvio, beiß auf die Zähne und es hat sich gelohnt.

Thomas Schweda: Der Klassenerhalt ist klasse, nein Weltklasse! Ich denke das ist mehr als verdient. Mit meinen beiden Treffern bin ich jetzt auch wieder in der Torjägerliste gut präsent und habe der Mannschaft weitergeholfen. So kann ich das Amt guten Gewissens an Chris Degner weitergeben.

Maik Figgen: Poah, wat ne Bude. Bin locker schon ein paar Zentimeter gewachsen vor Stolz.

Maximilian Keßler: Das Pokalfinale wird für uns alle ein Highlight der Karriere. Wir sind natürlich krasser Außenseiter, aber das kommt uns nicht ungelegen. Ich erinnere mich noch an ein DFB Pokalfinale vor etlichen Jahren, da gab es diesen schönen Satz, der – etwas abgewandelt – auch für uns gilt: Auch in zig Jahren ohne Titel und Erfolg und selbst bei einer Niederlage am Donnerstag sind wir stolz und bleiben den Füchsen treu. Aber wenn wir schon mal da sind, nehmen wir den Pokal halt mit!

Raphael Knoche: Der Sieg ist sehr wichtig, aber lasst uns bitte lieber nochmal über meinen Pass sprechen. Ich erzähl es gerne, also: Da kriege ich so den Ball, sehe Noel starten …